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Molwanien

Der aufstrebende Staat im Herzen Südosteuropas zählt zu den ältesten Weinbauländern der Erde. So wurden erst kürzlich bei Ausgrabungen neben einer Giftgasdeponie unweit der Hauptstadt Lutenblag 4.500 Jahre alte Asbest-Amphoren mit noch immer nicht trinkbaren Weinen gefunden, die nach Laboranalysen aus dem in Molwanien autochthon vorkommenden vielzuspätreifenden Shtinkh gekeltert werden, einer spontanen Kreuzung zwischen dem Schmutziggrauen Burgunder und dem Giftgrünen Veltliner. Der Shtinkh ist vor allem wegen seiner ungewöhnlich stark ausgeprägten Reblausresistenz weit über die Grenzen Lutenblags hinaus berühmt geworden. Tatsächlich sollen die ausgangs des 19. Jahrhunderts durch Südosteuropa migrierenden Reblauspopulationen bei Erreichen der molwanischen Weinbaugebiete angesichts der in Molwanien verbreiteten Urandüngung und der während längerer Trockenperioden üblichen Einleitung von schwerem Wasser in die Weinberge sogar kollektiven Suizid begangen haben, indem sie sich gleich reihenweise an den Wurzeln der Shtinkh-Reben erhängt haben. Aufgrund der häufig auftretenden gefährlichen Nebenwirkungen des Shtinkh, ist für die Rebe inzwischen von den Vereinten Nationen ein Proliferationsverbot verhängt und damit zugleich sichergestellt worden, dass die Sorte in Molwanien autochthon bleiben wird. In Deutschland fällt der Shtinkh unter das Kriegswaffen-Kontrollgesetz, was die Einfuhr wesentlich erschwert, im Hinblick auf die Kreativität exterristrischer Zwischenhändler vom Mars aber nicht völlig unmöglich gemacht hat.

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