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Absenker

Absenker Bezeichnung für das Vermehrungsergebnis von Rebstöcken (oder auch anderen Pflanzen) und/oder ebenso für den dafür erforderlichen vorher in die Erde eingegrabenen Trieb. Synonyme sind Abbieger, Ableger, Einleger, Fächsling, Frischling, Hund, Murmel, Neuling, Nickling und Schwanzrebe. Die uralte Methode wurde schon vom römischen Weinautoren Columella (1. Jhdt. n. Chr.) beschrieben. Vor der Reblausplage war dies eine häufig praktizierte Form der vegetativen Vermehrung von Reben, besonders in trockenen Lagen. Dabei wird ein langer Trieb eines Rebstocks auf den Boden abgesenkt und in normaler Pflanztiefe eingegraben. Die Spitze wird hochgebogen und wieder nach oben geführt. Diese Praktik wird auch als Abbiegen, Kuschen oder Markottieren (frz. Marcottage) bezeichnet. Es entsteht ein genetisch zu 100% identischer Rebstock (ein Klon), der mit der Mutterpflanze solange verbunden bleibt, bis er eigene Wurzeln geschlagen und sich am neuen Standort etabliert hat.

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