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artifiziell

Allgemeine Beschreibung für die Aromen eines Weines im Rahmen einer Weinansprache. Der in der Regel negativ besetzte Begriff ist im Kontext zu verstehen und beschreibt einen unnatürlichen, unechten bzw. künstlich wirkenden Geschmackseindruck. Dies äußert sich zum Beispiel durch dropsige Eisbonbon-Noten, wie sie bei kaltvergorenen Weinen nicht selten sind, oder marmeladige Noten, wie sie bei hohen Gärtemperaturen bzw. bei einer Maischeerhitzung auftreten können. Im Extremfall kann der Eindruck einer künstlichen Aromatisierung entstehen. Der Effekt kann auch bei hochklassigen, aber für einen Genuss noch zu jungen Weinen auftreten, der jedoch mit längerer Flaschenreifung, bzw. manchmal auch schon nach längerem Lüften bzw. Dekantieren völlig verschwindet. Bestimmte Rebsorten neigen zu artifiziellen Noten, das sind zum Beispiel Muscat d’Alexandrie, sowie viele vor allem rote Neuzüchtungen mit amerikanischen Spezies wie zum Beispiel Vitis labrusca. Siehe auch unter Weinfehler.

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