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Berlin

Im Einzugsbereich der Hauptstadt von Deutschland gab es im Mittelalter einen vor allem durch die Zisterzienserklöster begründeten Weinbau, der aber völlig zum Erliegen kam. Unter anderem wurde am 66 Meter hohen Kreuzberg (ursprünglich „Tempelhofer Berg“ bzw. „Götzescher Weinberg“) vom 15. bis Mitte des 18. Jahrhunderts Wein angebaut. Im Jahre 1740 ließ ein strenger Frost sämtliche Reben im Berliner Raum erfrieren, die nicht mehr ersetzt wurden. Einen Wiederbelebungsversuch gab es 1968, als die Partnergemeinde Wiesbaden dem Bezirk Kreuzberg vom Neroberg stammende Weißwein-Rebstöcke schenkte. Im Jahre 1975 folgte dann die rheinhessische Gemeinde Ingelheim mit Spätburgunder. Seitdem wird am Südhang des Kreuzbergs in einer Gärtnerei in der Methfesselstraße wieder Wein angebaut. Es werden die Sorten Riesling, Kerner, Spätburgunder (Pinot Noir) und Blauer Portugieser kultiviert. Der Wein wird im Wiesbadener Ortsteil Mainz-Kostheim (Riesling, Kerner), bzw. Ingelheim (Spätburgunder, Portugieser) ausgebaut und als „Kreuz-Neroberger“ bezeichnet.

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