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Bisamberg

Der 358 Meter hohe Berg liegt im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich, wobei die südllichen Ausläufer bis nach Floridsdof, den 21. Gemeindebezirk von Wien reichen. Hier wird großflächig Weinbau betrieben und Bisamberg ist auch als Großlage definiert. Als einzige der vier Wiener Großlagen befindet sich Bisamberg am linken Ufer der Donau, schräg gegenüber am rechten Ufer liegen Leopoldsberg, Kahlenberg und Nußberg (auf letzteren zwei gibt es ebenfalls Rebflächen). Der größte Anteil am Bisamberg zählt zur am Nordwestfuß liegenden gleichnamigen Gemeinde Bisamberg; weitere Anteile besitzen die Gemeinden Langenzersdorf und Hagenbrunn (alle drei Weinbaugebiet Weinviertel, NÖ), sowie Floridsdorf mit dem größten Wiener Weinbauort Stammersdorf mit zahlreichen Heurigen (Weinbaugebiet Wien). Nach Westen hin fällt der Bisamberg steil zur Donau ab.

Wenn nicht schon die Illyrer (bis 500 v. Chr.), betrieben sicher die Kelten bereits Weinbau am Bisamberg. Danach kamen die Römer und kultivierten in der Provinz Pannonien ihre mitgebrachten Reben. Nach den Verwüstungen der Völkerwanderung wurde unter Karl dem Großen (742–814) der Weinbau wiederbelebt. Erstmals wurde im 12. Jahrhundert ein Weinberg am Bisamberg genannt, als um 1150/1160 ein „Pertholdus von Urliugesdorf“ einen Weingarten am „Bůsinberg“ dem Altar der Hl. Maria zu Klosterneuburg widmete. Im 16. Jahrhundert wurde eine Hochblüte erreicht; 1542 wurde in einem Vertrag der Bisamberger Wein unter den „guten Gebirgsweinen“ aufgezählt. Man sagte, dass von einem Joch Acker kein Mensch leben, aber ein Joch Weingarten eine ganze Familie erhalten kann. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts ging der Weinbau zurück und viele ehemalige Weingärten verödeten und wurden zu Wald oder wurden zu Ackerland umgewidmet.

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