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Blindverkostung

Eine Weinverkostung (auch Blindprobe), bei der entweder gar keine oder nur bestimmte Parameter über einen Wein bekannt sind. Oberstes Ziel ist eine objektive Beurteilung, bei der eine Beeinflussung durch Kenntnis berühmter Namen, Lagen oder Produzenten ausgeschlossen ist. Der berühmte britische Degustator Michael Broadbent (1927-2020) meinte, dass die Qualitätsbeurteilung eines Weines durch Blindverkostung ohne jegliche Angaben die nützlichste Ausbildungsmethode für jeden Weinliebhaber, aber nicht selten auch die demütigendste darstelle. Es muss aber zwischen einer Blindverkostung im „buchstäblichen Sinn“ und einer im „übertragenen Sinn“ unterschieden werden. Unter Umständen kann das „schöne Aussehen“ eines Weines, so wichtig ein Wein ohne Trübung auch ist, zu einer Verzerrung der Objektivität führen. Um nun die Beeinflussung durch Farbe oder optische Reize generell auszuschließen, kann so eine buchstäbliche sinnvoll sein. Dies kann durch eine Verkostung bei Rotlicht, durch Verwendung schwarzer Degustationsgläser, Testen in völliger Dunkelheit oder durch verbundene Augen erreicht werden. Buchstäbliche Blindverkostungen sind jedoch Ausnahmen, nicht die Regel.

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