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CSIRO

Abkürzung für „Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization“, einer staatlichen Behörde Australiens für wissenschaftliche und industrielle Forschung, die sich mit den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales beschäftigt. Sie wurde im Jahre 1916 unter der Bezeichnung „Advisory Council of Science and Industry“ (Beratungsgremium für Wissenschaft und Industrie) gegründet und 1926 auf den heutigen Namen umbenannt. Zu den Leistungen zählen die Atomspektroskopie (quantitative und qualitative Bestimmung von chemischen Elementen), die ersten Kunststoffgeldscheine, Insektenrepellenten (Vetreibungsmittel), Grundlagen der WLAN-Technologie, verschiedene Methoden der Gentechnik sowie die Einführung von Myxomatose (Virenerkrankung) zur Eindämmung der Kaninchenplage in Australien. Es gibt 13 Forschungsabteilungen.

Im Jahre 1927 erfolgte eine Angliederung der Weinbau-Forschungsanstalt Merbein (Bundesstaat Victoria). Diese war bereits im Jahre 1919 von einigen Produzenten der Region gegründet worden. Anfangs wurde versucht, die in der nördlichen Hemisphäre üblichen Methoden im Weinbau auf die australischen Gegebenheiten anzupassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Schwerpunkte künstliche Bewässerung, Schädlings-Bekämpfung, Erforschung der Rebstock-Krankheiten, Entwicklung von vor allem nematodenresistenten Unterlagen, Weingarten-Bewirtschaftung und Physiologie der Rebe wahrgenommen. In den 1990er-Jahren verlagerten sich die Schwerpunkte noch mehr in Richtung Weinbau. In Adelaide wurde ein wissenschaftliches Labor eingerichtet. Neue Techniken werden mit Einsatz von Satelliten im Rahmen des Präzisionsweinbaus entwickelt.

Weiters wurde in Merbein eine Keimplasma-Bank mit rund 700 Rebsorten etabliert. Dort sind mehrere Neuzüchtungen wie Cienna, Rubienne, Taminga, Tarrango, Tulillah und Tyrian, sowie spezielle Sorten für die Produktion von Tafeltrauben und Rosinen wie zum Beispiel Carina kreiert worden. Weiters wurden neue Verfahren wie Minimal Pruned Cordon Trained und maschinelle Weinlese eingeführt. Die Forschungstätigkeiten wurden bezüglich Erarbeitung von Modellen für computergesteuerte Regelung des Reben-Wachstums, der Bewässerung, der Düngung und der Vorausberechnung von Erträgen erweitert. Schließlich wurden Projekte gestartet, die sich mit der Entwicklung von Aroma und Geschmack in der Weinbeere mittels gentechnischer Methoden beschäftigen. Dabei wurden unter anderem Veränderungen im Erbgut der Sorten Chardonnay und Sultana vorgenommen.

Es gibt Versuche festzustellen, wie sich Änderungen in der chemischen Zusammensetzung von sich bildenden Trauben der Sorte Cabernet Sauvignon auf deren spätere Aromastoffe auswirken bzw. ob sich die sensorischen Eigenschaften der Trauben durch Messungen chemischer Verbindungen vorhersagen lassen. Speziell ist dafür die chemische Verbindung Methoxypyrazin verantwortlich, die je nach gegebenen Lichtverhältnissen schon sehr früh in der Entwicklung der Trauben einsetzt. Weitere Institutionen sind AWRI und Charles Sturt University.

Weltweit größte Weinwissens-Datenbank, gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer.

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