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Dosage

Französische Bezeichnung für die Zugabe bestimmter Substanzen bei der Herstellung von Schaumwein, wobei es bezüglich des Zwecks zwei verschiedene Arten gibt. Die Bezeichnungen „Liqueur“ für die Dosage haben jedoch nichts mit einem Likör zu tun, sondern leiten sich von „Liquor“ für „Flüssigkeit“ ab. Deshalb sind die fallweise verwendeten Bezeichnungen „Tiragelikör“ und „Versandlikör“ genau genommen falsch oder zumindest irreführend.

Fülldosage (Liqueur de tirage)

Der Apotheker Jean-Baptiste François (1792-1838) aus Châlons-en-Champagne entwickelte eine Formel für das Bestimmen des Zuckergehaltes vor der Flaschengärung. Damit war eine genaue Dosierung der Dosage möglich. Die Zugabe erfolgt, um die zweite Gärung auszulösen und damit die Bildung der Kohlensäure zu bewirken. Sie erfolgt zum bereits fertig vergorenen Grundwein; bei einem Verschnitt unmittelbar nach dem Assemblieren der Grundweine. Die Fülldosage darf nur bestehen aus Saccharose, Traubenmost, teilweise gegorenem Traubenmost, konzentriertem Traubenmost, RTK (rektifiziertes Traubenmostkonzentrat) oder Wein.

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