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Dschemschid

Nach der persischen Mythologie war dies der vierte menschliche König (auch Dscham, Dschamschid, Gamsid oder Cem), der seinem Vater Tahmorath auf den Thron folgte. Unter seiner 300-jährigen Herrschaft erlebte das Reich seine erste große Blüte. Er lebte um 2.500 vor Christi und wird mit der biblischen Gesatalt des Noah verglichen, denn auch er soll Tiere vor dem Untergang gerettet haben, indem er für sie einen großen Raum baute. Der berühmte persische Dichter Omar Khayyam (11. Jhdt) sah in ihm den Inbegriff eines heroischen Altertums und verfasste folgenden Vers: Es heißt, dass Leu und Echse friedlich liegen, wo Dschemschid thront und trinkt in tiefen Zügen.

Der Herrscher brachte den Menschen viele Errungenschaften und in seiner Zeit wurde auch der Wein „erfunden“. Am Hof des Königs wurden Trauben in Krügen aufbewahrt, die eines Tages zu gären und zu schäumen begannen. Der eigenartige Geruch erschreckte die Diener und sie hielten es für Gift. Eine der Haremsdamen hatte fürchterliche Kopfschmerzen und wollte sich mit dem vermeintlichen Gift das Leben nehmen. Aber anstatt zu sterben, fühlte sie sich nach dem Genuss des Getränks wohl und versank in einen erfrischenden Schlaf. Danach erzählte sie von diesem wunderbaren Erlebnis und der König und sein Hofstaat verkosteten ebenfalls das köstliche Getränk. Seitdem wurde nun Wein am persischen Hofe hergestellt. Siehe auch unter Iran und Weingötter.

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