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Das größte Weinlexikon der Welt

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EU-Verordnungen

Für alle Mitgliedsstaaten gültige Bestimmungen sind in EU-Verordnungen dokumentiert. Die derzeit weinrechtlich wichtigsten sind 1601/1991, 834/2007 (siehe dazu auch unter EU-Öko-Verordnung), 1234/2007, 479/2008, 555/2008, 436/2009, 605/2009, 606/2009 und 1169/2011. Darüber hinaus gibt es aber noch rund 20 weitere Richtlinien und Verordnungen, die ebenfalls zumindest zum Teil weinrechtliche Belange betreffen. Für den Laien ist das nahezu unübersichtlich, denn novellierte Verordnungen werden durch eine eigene Verordnung (mit neuer Nummer) verlautbart. Es gibt (leider) kein umfassendes EU-Gesetzeswerk, wo man für ein bestimmtes Thema alles an einem Platz findet. Außerdem gibt es noch viele länderspezifische Gesetze und Ausnahme-Regelungen.

Das Standardwerk in Deutschland ist das „Weinrecht“ (Walhalla-Verlag, Wilhelm Schevardo und Josef Koy), das in der im Juni 2012 erschienen Auflage 4.068 Seiten plus CD-ROM umfasst. Es bietet das Weinrecht der EU, der Bundesrepublik und der Bundesländer. Ein weiteres Werk ist der „Weinrecht Kommentar“ von Prof. Dr. Hans-Jörg Koch. Das Standardwerk in Österreich ist das „Weingesetz“ (Manz-Verlag, Hannes Mraz und Hans Valentin), das in der 2012 erschienen 5. Auflage 818 Seiten umfasst. Es bietet eine umfassende Darstellung des gesamten Weinrechts inklusive aller Verordnungen und EU-Bestimmungen. Weiters gibt es auch die elektronische Datenbank RIS (Rechtsinformationssystem), wo u. a. weingesetzliche Belange enthalten sind.

Auf der Website der Europäischen Kommission gibt es die Datenbank „E-Bacchus“. Diese enthält alle die in der EU geschützten geografischen Angaben (g.g.A.) und Ursprungsbezeichnungen (g.U.) der Mitgliedsstaaten (alle Weinbaugebiete wie z. B. Chablis, Mosel oder Wachau), die innerhalb der EU geschützten geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen von EU-Nichtmitgliedstaaten auf der Grundlage von bilateralen Handelsabkommen über Wein zwischen der EU und den EU-Nichtmitgliedstaaten (z. B. Handelsabkommen mit den USA), sowie die in der EU geschützten traditionellen Begriffe (z. B. Liebfrauenmilch oder Gemischter Satz).

Bei vielen weingesetzlichen Belangen wurden von fast allen EU-Mitgliedstaaten Ausnahme-Regelungen beantragt. Die Gründe dafür sind neben traditionellen Gepflogenheiten vor allem klimatische Besonderheiten. Diese sind bei den einzelnen Weinbauländern angeführt. Weitere weinrechtliche Informationen gibt es vor allem unter Weingesetz, wo am Ende eine Aufstellung weiterer relevanter Stichwörter zum Thema enthalten ist.

Weltweit größte Weinwissens-Datenbank, gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer.

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