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Geiltrieb

Synonym für Wasserschoss; siehe dort.

Bezeichnung (auch Wassertrieb, Wasserreiser oder Geiltrieb) für Nebentriebe am Rebstock, die sich aus einem „schlafendem Auge“ gebildet haben. Normale Fruchttriebe bilden sich aus den bereits im Vorjahr angelegten Axillarknospen, die nach dem Rebschnitt als Winteraugen auf dem einjährigen Holz stehen blieben. Hingegen bilden sich Wasserschosse aus Adventivknospen am mehrjährigem Holz, die nicht bereits angelegt sind, sondern bei Bedarf neu aus reembryonalisierten Zellen des Kambiums gebildet werden. Eine alte Bezeichnung ist „Hirntrieb“ (Hirn steht für Kopf). Denn die Knospen bilden sich häufig am Kopf des Hauptstammes, da wo der Rebstock beim winterlichen Rebschnitt bis auf ein oder zwei Ruten bzw. Zapfen zurückgeschnitten wird.

Wasscherschosse - Rebstock, Rebstammputzer mit Bürste und Rebstock

Diese radikale Verringerung der Triebe und Knospen induziert die Neubildung von Adventivknospen im Innern des Kambiums von noch nicht allzu stark verholzten Stammbereichen. Wenn der Kopf zu stark verholzt ist, können sich Wasserschosse auch am Stamm oder an der Stammbasis unter der Erdoberfläche ausbilden. Manche Rebsorten neigen besonders stark zur Bildung von...

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