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Gewann

Bezeichnung (auch Gewannflur, süddeutsch Gewand) für die Mittelalter entstandene Einteilung der Ackerflur einer Gemeinde in meist drei Abschnitte, die sogenannten Gewanne. Die Dreiteilung ergab sich aus der damals gepflogenen Dreifelderwirtschaft. Je nach Anzahl der Höfe waren diese in gleich große Streifen bzw. Parzellen unterteilt, die im sogenannten Flurzwang (erzwungene Vorschrift seitens der Gemeinde, der Gesamtheit der Besitzer oder des jeweiligen Grundherrn) bewirtschaftet wurden. Das heißt, dass die Arbeiten auf allen Ackerstücken eines Gewanns immer gleichzeitig ausgeführt werden mussten. Der Vorteil von diesen langgestreckten Flurstücken war, dass nur wenige (aufwändige) Wenden notwendig waren. Als typische Eigenschafte eines Gewanns beträgt die Länge zumindest das Zehnfache der Breite. Durch Erbteilung ergab sich im Laufe der Zeit häufig eine extreme Zerstückelung. Die oft phantasievollen Bezeichnungen lassen Rückschlüsse über die Lage bezüglich klimatischer oder Bodenbedingungen oder auch ehemalige landwirtschaftliche Verwendung zu. Das sind zum Beispiel Am Galgenberg, Auf der Ley (Hinweis auf Schiefer), Schöne Aussicht und Im Nassen Loch.

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