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Gutswein

Niedrigste Stufe im VDP-Klassifikationsmodell; siehe dort.

Diese Klassifikation beruht auf einem privatrechtlichen Statut des VDP (Verband deutscher Prädikatsweingüter) und hat keine gesetzgebende Funktion. Es ist erklärtes Ziel, die Wertigkeit der besten Lagen (Einzellagen) Deutschlands zu restituieren, den Erhalt einer einzigartigen Kulturlandschaft zu sichern, den Stellenwert großer trockener Weine aus Deutschland zurück zu gewinnen und die Bedeutung der traditionsreichen fruchtsüßen Prädikatsweine hervorzuheben. Das Statut definiert die Qualität eines Weines nach dem international weithin geläufigen Begriff „Terroir“, das heißt der Herkunft in Verbindung mit der Qualität. Es gilt der Grundsatz „Je enger (kleiner) die Herkunft, um so höher ist die Qualität“. Die Weinberggüte definiert sich durch den Boden mit topographischer Lage und dem vorherrschenden Klima bzw. Mikroklima (siehe zu diesem Thema unter Weinbauwürdigkeit).

Das Wissen über die besten Lagen und die dazu auf Grund ihrer spezifischen Eigenschaften passenden Rebsorten resultiert aus jahrhundertelanger Erfahrung von unzähligen Winzern. Die Klassifikation der Lagen erfolgt durch die einzelnen VDP-Regionalverbände in enger Abstimmung mit ihren Mitgliedern. Als Referenz wurden auch alte Lagenbewertungen wie zum Beispiel die Preußische Lagenklassifikation aus den Jahren 1868 und 1897 herangezogen. Die Klassifizierung von Lagen bzw. Weinen im VDP hat eine sehr lange Geschichte. Der Beginn erfolgte im Jahre 1984 mit Gründung der Charta Rheingau, die dann 1999 im VDP-Rheingau aufging. Im Zeitraum 1992 bis 1998 erfolgten in den Anbaugebieten Pfalz und Rheinhessen Klassifizierungs-Initiativen.

Das Klassifikationsmodell des VDP beschreibt die allgemeinen Rahmenbedingungen des Bundesverbandes. Diese Bedingungen sind aber in den einzelnen Anbaugebieten teilweise unterschiedlich bzw. enger gefasst. Bei allen Weinen garantiert der VDP-Traubenadler die Bewirtschaftung mittels Biologisch (Ökologisch) orientiertem Weinbau, eine Vinifikation ausschließlich mittels traditioneller Verfahren, regelmäßige Betriebsprüfungen, sensorische Qualitätskontrollen und bestimmte Vermarktungs-Richtlinien.

Vom Anbaugebiet Nahe wurde im Jahre 1997 ein Riesling-Statut beschlossen, das später im VDP-Klassifikationsmodell aufging. Im Juli 1998 wurden vom VDP einheitliche Grundsätze für klassifizierte Gewächse deutscher Herkunft höchster Qualität als international vergleichbare Grands Crus geschaffen. Im Juli 2001 wurde vom VDP ein Dreistufenmodell vorgestellt: Stufe 1 - Grosses Gewächs aus besten Teilen Erster Lagen (was sehr häufig auf Grund des Nomenklaturwiderspruchs zu Verwirrungen führte), Stufe 2 - klassifizierte Lagenweine aus Ersten Lagen, Stufe 3 - Gutsweine und Ortsweine. Dieses Modell war 11 Jahre lang gültig.

Vierstufige Qualitätspyramide

Im Jänner 2012 wurde die Weiterentwicklung der VDP-Lagenklassifikation mit einer vierstufigen Qualitätspyramide in folgender absteigender Reihenfolge beschlossen, wobei diese Regelung ab Jahrgang 2012 gültig wurde:

  • VDP.GROSSE LAGE® = GROSSES GEWÄCHS
  • VDP.ERSTE LAGE®...

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