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Haydn Joseph

Der österreichische Komponist Joseph Haydn (1732-1809) wurde für 400 Gulden Jahresgage von Paul II. Anton Fürst Esterházy (1711-1762) im Jahre 1761 als zweiter Kapellmeister nach Eisenstadt berufen. Hier stand er fast 40 Jahre seines Lebens im fürstlichen Dienst und komponierte seine schönsten Werke, zum Beispiel die Symphonien „Die Schöpfung“, „Die Jahreszeiten“ und das „Kaiserquartett“ mit der Deutschland-Melodie. Sein Gesamtwerk umfasst 104 Symphonien, 60 Klaviersonaten und 13 italienische Opern.

Einen anfangs vorerst noch relativ geringen Teil seiner Gage erhielt Joseph Haydn, wie damals durchaus üblich, in Naturalien wie zum Beispiel Wein vergütet (der fürstliche Verwalter erhielt jährlich 18 „Forchtensteiner Eimer“, dies waren umgerechnet 1.566 Liter). Haydn war dieser Stadt und der Weinkultur des Burgenlandes sehr verbunden und die edlen Tropfen aus dieser Gegend zählten zu seinen Lieblingsweinen. Deshalb ließ er sich später als Hofkapellmeister einer 30-köpfigen Kapelle einen größeren Teil seines inzwischen verdoppelten Gehaltes (800 Gulden jährlich) bis zu seinem Tod als Deputat aus den fürstlichen Kellereien in der Gemeinde Donnerskirchen ausbezahlen.

Dort wurde unter anderem der nach dem Reformator benannte berühmte Lutherwein gelagert und das heute dort befindliche „Haydn-Fass“ erinnert an den Künstler. Fürst Nikolaus Esterházy (1714-1790) bot Joseph Haydn eines Tages an, anstelle des Wein-Deputates seine Gage voll in Golddukaten auszubezahlen. Doch Haydn lehnte entrüstet ab, denn er wollte er auf das „flüssige Salär“ nicht verzichten, es war ihm wichtiger als Gold. Im Alter erhielt Haydn vom Fürsten öfters einen Malaga geschenkt, dem Genuss dieses Weines schrieb er auch die „vorzügliche Erhaltung seines Lebens“ zu. Wein hat Haydn beim Schaffen seiner unsterblichen Werke positiv beeinflusst und inspiriert. Zu seinen Schülern zählte unter anderem Ludwig van Beethoven (1770-1827). Als Hommage an den Komponisten wurde vom „Verein zur Förderung der Eisenstädter Weinwirtschaft“ der Markenwein „Die Schöpfung“ als Weißwein (Weißburgunder) und als Rotwein (Blaufränkisch) kreiert und nach strengen Regeln gekeltert.

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