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Idika Epilegmenos

Griechische Bezeichnung für Grande Reserve; siehe unter Griechenland bei den Qualitäts-Stufen.

Die griechische Weinbaugeschichte begann sozusagen mit einem Seitensprung des obersten Gottes Zeus mit der schönen Seméle (Tochter der Harmonia, Göttin der Eintracht), der zur Geburt von Dionysos führte, dem Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit und der Ekstase. Das antike Griechenland bzw. auf Grund archäologischer Funde vor allem die Insel Kreta gilt als eine der „Wiegen der europäischen Weinkultur“. Bereits in der mykenischen Kultur im 16. Jahrhundert vor Christi (Mykene = nordöstliches Peloponnes) gab es Weinbau, worauf aufgefundene Amphoren hinweisen. Wein war wichtiger Bestandteil der Trinkkultur des täglichen Lebens. Die Griechen zählen zu den allerersten, bei denen Wein als wertvolles Handelsgut große Bedeutung erlangte.

Schon der Dichter Homer (8. Jhdt. v. Chr.) berichtet in der Ilias vom Wein als Hausgetränk der beschriebenen Helden. Weiters beschäftigten sich mit Wein und Weinbau der Historiker Hesiod (~750-680 v. Chr.), der Philosoph Aristoteles (384-322 v. Chr.), der Naturforscher Theophrastos (370-287 v. Chr.) und der Arzt Galen (129-216). Auf ihren Kolonialisierungszügen im Mittelmeer brachten die Griechen ihre Reben und Weinbaukultur nach Sizilien, nach dem als Oinotria bezeichneten Süditalien, nach Südfrankreich und an das Schwarze Meer. Viele Methoden wurden von den Kelten und Römern übernommen. Der römische Dichter Vergil beschrieb die Vielfalt der Rebsorten: „Es wäre leichter, in Griechenland die Sandkörner zu zählen als die verschiedenen Rebsorten.“

Die berühmte Hafenstadt Monemvasia auf der Halbinsel Peloponnes war im späten Mittelalter unter der Herrschaft von Venedig ein in großem Umfang genutzter Umschlagplatz für Süßweine aus der Ägäis, die von hier in viele Länder Europas verschifft wurden. Vom 15. bis Mitte des 19. Jahrhunderts beherrschten die Osmanen das Land, in dieser Zeit verlor durch das moslemische Alkoholverbot der Wein seine Bedeutung, nur auf den meisten Inseln wurde er in relativ geringem Umfang fortgeführt. Erst längere Zeit nach der erlangten Unabhängigkeit im Jahre 1830 und dem Zurückdrängen des türkischen Einflusses begann man sich wieder professionell mit dem Weinbau als Wirtschafts-Faktor zu beschäftigen und reaktivierte zahlreiche Weinberge.

Unter den Pionieren waren auch einige Deutsche wie zum Beispiel Gustav Clauss, der im Jahre 1861 die heute noch bestehende riesige Kellerei Achaia Clauss begründete. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verdoppelte sich die Rebfläche, aber als im Jahre 1898 die Reblaus schließlich auch Griechenland erreichte, wurde wieder vieles zunichtegemacht. Der Neuaufbau erfolgte relativ schleppend, weil in der Zwischenzeit auch die Nachfrage nach griechischem Wein sehr stark zurückgegangen war. Eine Renaissance erlebte der griechische Weinbau erst mit dem Ende der Militärdiktatur im Jahre 1974 und dem Beitritt Griechenlands zur Europäischen Union im Jahre 1981.

Griechenland hat trotz seines stark maritimen Charakters einen sehr hohen Gebirgsanteil. Die Böden aus Kalk, Granit und Vulkangestein und das vorherrschende mediterrane Klima mit kurzen feucht-milden Wintern und trocken-heißen Sommern wirken sich günstig auf den Weinbau aus. Die häufig trockenen Herbste erbringen zumeist vollreife Trauben mit relativ wenig Säure. Der Großteil der Weinbaugebiete liegt in Küstennähe mit mäßigend wirkenden Meeresbrisen. Um den Weinen mehr Struktur zu verleihen, werden Weinberge bewusst in großen Höhen angelegt. Die Reben können durch den verlängerten Vegetationszyklus mehr Extrakt aufbauen und höhere Säurewerte erreichen. Eine weitere wirksame Methode zur Verlangsamung des Reifezeitpunkts besteht im bewussten Anlegen von Weinbergen an Nordhängen. Weinbau wird, oft in kleinem Rahmen, in ganz Griechenland auf dem Festland und allen größeren Inseln betrieben. Die Appellationen (POP, früher OPAP und OPE) in rot:

Landkarte Griechenland

Ägäis (mit Kykladen)

Epirus

Ionische Inseln

Kreta

Makedonien

Peloponnes

Thessalien

Thrakien

Zentralgriechenland

Im Jahre 2012 umfassten die Rebflächen 110.000 Hektar mit fallender Tendenz (2000 waren es 131.000 Hektar). Davon wurden 3,115 Millionen Hektoliter Wein produziert (siehe dazu auch unter Wein-Produktionsmengen). Es gibt rund 300 verschiedene autochthone Rebsorten, die 85% der Fläche ausmachen. Nur in wenigen Fällen sind ausländische Sorten in den Qualitätsweinen zugelassen. Es werden auch große Mengen an Tafeltrauben und Rosinen produziert; die dafür wichtigste Sorte ist Korinthiaki. Der Weinbau zeichnet sich auch heute noch durch originelle Geschmacksrichtungen aus. Rund 60% sind alkoholstarke Weißweine. Zu 90% werden die Weine trocken ausgebaut. Der Rebsortenspiegel 2010 (Statistik Kym...

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