Registrieren Anmelden

Das größte Weinlexikon der Welt

22.500 Stichwörter • 49.800 Synonyme • 5.294 Übersetzungen • 7.929 Aussprachen • 145.110 Querverweise

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Josephshöfer

Einzellage in der Gemeinde Graach (Bereich Bernkastel) im deutschen Anbaugebiet Mosel. Sie wurde schon im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der knapp außerhalb und nordwestlich von Graach liegenden Einzelhofssiedlung Josephshof ab, die ein ehemaliges Klostergut war. Fast ein Jahrtausend lang gehörte das Gut der Abtei St. Martin aus Trier, deshalb wird es auch heute noch als „Merteshof” bezeichnet. Im Zuge der Säkularisierung unter Kaiser Napoleon (1769-1821) ersteigerte im Jahre 1803 Matthias Joseph Hain aus Trier das Gut um 247 Gulden und gab ihm den heutigen Namen. Sein Schwiegersohn Mohr verkaufte das Gut um 58.000 Taler an den Grafen von Kesselstatt. Die Lage ist seitdem im Monopolbesitz des heutigen Weingutes Reichsgraf von Kesselstatt. In diesem Weinberg soll auch angeblich erstmals an der Mosel das aus Ungarn stammende Verfahren zur Erzeugung eines Ausbruchs gelungen sein. Der nach Süden ausgerichtete Weinberg in 120 bis 170 Meter Seehöhe mit 50 bis 70% Hangneigung umfasst 5,7 Hektar Rebfläche auf tiefgründigem, steinigem Devonschiefer-Verwitterungsboden mit hohem Feinerdeanteil. Er liegt zwischen der Wehlener Sonnenuhr und dem Graacher Domprobst. Hier wird ausschließlich der Riesling kultiviert. Der Wein wird als „Josephshöfer” (ohne Ortsangabe Graach) vermarktet, was die besondere Stellung dokumentiert.

Weltweit größte Weinwissens-Datenbank, gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer.

Über das Glossar

Kalender Veranstaltungen in deiner Nähe

Hinweis:

×
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.