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Kéknyelü

Die weiße Rebsorte stammt aus Ungarn. Der Name bedeutet „Blauer Stiel“ und bezieht sich auf die leicht bläuliche Stängelfarbe. Synonyme sind Blaustängler, Blaustengler, Blaustiel und Piros Kéknyelü. Trotz scheinbar darauf hinweisender Synonyme bzw. morphologischer Ähnlichkeiten darf sie nicht mit den ungarischen Sorten Balafánt und Furmint oder der italienischen Picolit (die lange als identisch angesehen wurde) verwechselt werden. Es handelt sich um eine rein weibliche Rebsorte. Deshalb wird zwecks Befruchtung des Öfteren in Nachbarschaft die Sorte Budai Zöld angebaut. Die spät reifende, ertragsunsichere Rebe ist anfällig für Verrieseln, widerstandsfähig gegen Frost und mäßig gegen Botrytis, jedoch anfällig für Falschen Mehltau. Sie erbringt säurebetonte, aromatische, alkohol- und körperreiche Weißweine mit Lagerungspotential. Die Sorte war früher weit verbreitet, wurde aber in den 1970er-Jahren zunehmend durch ertragssichere Sorten ersetzt. Sie wird im Bereich Badacsony am Balaton (Plattensee) kultiviert. Im Jahre 2010 wurden 43 Hektar Rebfläche ausgewiesen (Kym Anderson).

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