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Ligurien

Die Region (ital. Liguria) liegt im Nordwesten Italiens und schmiegt sich nierenförmig an den Golf von Genua an. Die rund 350 Kilometer lange Küste der Riviera di Levante und Riviera di Ponente erstreckt sich von der französischen Grenze im Westen bis zum nördlichen Rand der Toskana. Das großteils schroffe und steinige Land ist schwer zu bewirtschaften. Die Hauptstadt Genua war schon in der Antike ein bedeutender Hafen und im Mittelalter nach Venedig der zweitwichtigste Umschlagsplatz für Wein. Schon der griechische Historiker Strabo (63 v. Chr.-28 n. Chr.) erwähnte lobend den ligurischen Wein. Der berühmte Naturforscher und Philosoph Andrea Bacci (1521-1590) schrieb überschwänglich, „dass die Weine Liguriens sogar Steine zum Blühen bringen könnten“.

Die Weinberge umfassen rund 1.500 Hektar Rebfläche. Die steilen mühsam in den Fels gehauenen terrassierten Weingärten liegen vor allem im Arroscia-Tal im Westen und im Miagra-Tal im Südosten. Es herrscht ein mediterranes, trockenes Klima vor, die mehr als 2.500 Meter hohen Ligurischen Alpen und Apenninen schützen vor kalten Winden, das Meer speichert die Sonnenwärme. Im Binnenland ist es aber eher als semikontinental zu bezeichnen. Der entlang der Küste vorkommende rötliche, kalkreiche Boden eignet sich sehr gut für Weißweinsorten. Es werden über hundert zumeist autochthone Rebsorten in oft winzigen Mengen kultiviert. Man ist bestrebt, diese zu reaktivieren und sie vor dem Aussterben zu bewahren.

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