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Lindton

Dieser Weinfehler war im 19. Jahrhundert vor allem bei säure-, alkohol- und gerbstoffarmen Weinen weit verbreitet. Der Begriff „lind“ hat in diesem Fall keine positive Bedeutung von „mild“ oder „sanft“. Die befallenen Weine sind getrübt und besitzen eine sirupartige Konsistenz. Beim Einschenken in das Glas werden ölige Fäden gezogen. Die Kohlensäurebläschen steigen nur langsam auf und bleiben sozusagen im Wein „hängen". Deshalb wird der Fehler auch mit „öligwerden“, „zähwerden“ oder „schleimigwerden“ beschrieben. Der Wein besitzt einen kratzigen, süßlich-säuerlichen Geschmack nach Käse. Die Ursache ist unsachgemäße Weinbereitung mit mangelnder Hygiene und wird durch Milchsäure-Bakterien (Pediococcus cerevisiae und Pediococcus damnosus = Lindbakterien) und Acetobacter (Essigsäurebakterien) verursacht, die sich zumeist vom verunreinigten Fassboden aus ausbreiten.

Weltweit größte Weinwissens-Datenbank, gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer.

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