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Nmin-Methode

Verfahren für die Bestimmung des mineralischen für die Pflanzen verfügbaren Gehaltes an Stickstoff im Boden. Dieser wird (im Gegensatz organisch gebundenen Stickstoff Norg) als Nmin bezeichnet. Der organisch gebundene Stickstoff ist ja noch nicht pflanzenverfügbar und wird erst durch Mikroorganismen im Verlaufe der Vegetationsperiode nach und nach in pflanzenverfügbaren Stickstoff umgewandelt. Zu Beginn der Vegetation wird aber bereits Stickstoff benötigt. Bei der klassischen Nmin-Methode wird zum Vegetationsbeginn die im Wurzelraum vorhandene Menge in Form von Ammonium und Nitraten bis zu einer Tiefe von 90 Zentimeter in drei Schichten zu je 30 Zentimeter festgestellt. Der Sollwert bezeichnet die Menge, die im intensiv durchwurzelbaren Bodenprofil zu Vegetationsbeginn vorhanden sein muss und eine Düngung nicht erforderlich ist. Er ist noch umstritten und liegt etwa bei 80 bis 100 Kilogramm Nmin/ha. Bei einem Defizit muss mineralisch (also nicht organisch) gedüngt werden. Die klassische Methode basiert auf der Ermittlung von Sollwerten in Feldversuchen und erfordert einen hohen Erprobungs- und Kalibrieraufwand. Deshalb wird zunehmend die modifizierte Nmin-Methode angewendet. Sie basiert vor allem auf Schätzwerten und ist wesentlich einfacher durchzuführen. Siehe auch unter EUF-Methode.

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