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Oinotria

Die ersten Griechen kamen bereits um 1.000 v. Chr. nach Italien und gründeten zahlreiche Kolonien auf der Insel Sizilien, sowie auch an der Tyrrhenischen und Ionischen Küste der heutigen beiden italienischen Regionen Kalabrien und Kampanien. Die damals hier lebenden etruskischen Einwohner betrieben bereits kultivierten Weinbau. Die Griechen gaben dem Gebiet um den Golf von Neapel (Kampanien) den Namen „Oinotria“, was von „oinotron“ (Rebenpfahl) abgeleitet ist. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Land der an Pfählen erzogenen Reben“, womit die Griechen diese für sie neue Reberziehungs-Technik beschrieben. Nach anderen Quellen bedeutet Onotria „Weinland“, was sich von den Wörtern „oinos“ (Wein) und „tria“ (gehörend zu) als „gehörig zum Wein“ deuten lässt. Nach einer weiteren Deutung soll der Held, der für die Griechen diesen Küstenabschnitt eroberte, „Enotrio“ geheißen haben. Der latinisierte Begriff „Enotria“ galt später als Bezeichnung für ganz Italien. Die Römer bauten dann das Gebiet um Pompeji zum Zentrum des Weinhandels aus. Siehe auch unter Antike Weine.

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