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Oinotria

Die ersten Griechen kamen bereits um 1.000 v. Chr. nach Italien und gründeten zahlreiche Kolonien auf der Insel Sizilien, sowie auch an der Tyrrhenischen und Ionischen Küste der heutigen beiden italienischen Regionen Kalabrien und Kampanien. Oinotria war war ein Königreich im südlichen Teil Kalabriens und bestand um 600 bis 350 v. Chr. Es wurde nach Oenotrus benannt, welcher der Legende nach der jüngste, der 50 Söhne des Lycaon (ein Sohn des Königs Priamos von Troja) war. Oinotrias bedeutendster König war Italos, der Namensgeber Italiens.

Die damals hier lebenden etruskischen Einwohner betrieben bereits kultivierten Weinbau. Die Griechen gaben dem Gebiet um den Golf von Neapel (Kampanien) den Namen „Oinotria“, was von „oinotron“ (Rebenpfahl) abgeleitet ist. Es bedeutet „Land der an Pfählen erzogenen Reben“, womit die Griechen diese für sie neue Reberziehungs-Technik beschrieben. Nach anderen Quellen bedeutet Onotria „Weinland“, was sich von „oinos“ (Wein) und „tria“ (gehörend zu) als „gehörig zum Wein“ deuten lässt. Der latinisierte Begriff „Enotria“ galt später als Bezeichnung für ganz Italien. Die Römer bauten dann das Gebiet um Pompeji zum Zentrum des Weinhandels aus. Siehe auch unter Antike Weine.

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