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Pirat

Bezeichnung für einen zusätzlich aufgenommenen Wein bei einer Blindverkostung, dessen Identität oder Vorhandensein den Verkostern nicht bekannt ist, bzw. sich vom Thema der Verkostung unterscheidet. Das kann zum Beispiel bei der Verkostung von ausschließlich Riesling-Weinen eine andere Rebsorte, bei einer Jahrgangsverkostung ein anderer Jahrgang, bei Weinen eines bestimmten Anbaugebietes oder Landes eine andere Herkunft sein oder auch bei Weinen einer bestimmten Preisklasse ein anderer Preis sein. Einer der Hauptgründe ist es, die Aufmerksamkeit und Objektivität der Verkoster zu erhöhen und auch zu prüfen. Diese Gepflogenheit wurde ab den 1970er-Jahren besonders bei Bordeaux-Verkostungen populär, bei denen man Piraten vor allem aus Spanien, Kalifornien oder Australien einschleuste. In einigen Fällen schnitten dann diese Piratenweine so erfolgreich ab, dass sie weltweite Anerkennung erfuhren und schlagartig berühmt wurden. Das diesbezüglich berühmteste Beispiel ist das erstmals im Jahre 1976 organisierte Paris Wine Tasting. Siehe auch unter Doppelprobe, Dreieckstest und Weinbewertung.

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