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Rüdesheimer Berg

Erhebung in der Gemarkung der Stadt Rüdesheim im deutschen Anbaugebiet Rheingau. Der Berg befindet sich genau dort, wo der Rhein seine Flussrichtung von Westen nach Nordwesten wendet. Nach einer legendenhaften Erzählung soll hier Kaiser Karl der Große (742-814) bei einer Schiffsfahrt auf dem Rhein zu seiner Pfalz in Ingelheim (Rheinhessen) beobachtet haben, dass an den Hängen des Rüdesheimer Berges der Schnee zuerst schmolz. Er befahl daraufhin, hier einen Weinberg anzulegen und mit Reben aus Orléans zu bepflanzen.

Rüdesheimer Berg - mit Burg Ehrenfels

Die zum Großteil nach Süden und nur im westlichsten Teil nach Südwesten ausgerichteten Weinberge umfassen rund 95 Hektar Rebfläche mit einer Hangneigung bis 60°. Die Böden bestehen aus Taunus-Quarzit und Schiefer mit wechselnden Anteilen, die in flacheren Bereichen mit Löß und Lehm vermischt sind. Es herrscht außerordentlich mildes Klima mit optimaler Bewindung vor. Die Sonneneinstrahlung (Exposition) und Wärmemenge sind die höchsten im Rheingau. Zu über 90% wird hier Riesling kultiviert. Bis in die 1970er Jahre bestanden die Weinberge aus zahllosen kleinen, durch Trockenmauern getrennten Parzellen. Bei der Flurbereinigung 1971 wurden sie in die Einzellagen Berg Kaisersteinfels, Berg Roseneck, Berg Rottland und Berg Schlossberg gegliedert.

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