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Saint-Evremond Charles

Der französische Autor, Soldat, Philosoph und Satiriker Charles Marguetel Marquis de Saint-Evremond (1610-1703) ist heute zu unrecht fast vergessen. Im Zusammenhang mit der „Erfindung“ oder besser ausgedrückt Entstehung des Champagners hat er aber eine wichtige Rolle gespielt. Auf Grund eines kritischen Briefes über Kardinal Jules Mazarin (1602-1661), dem Premierminister Ludwig XIV., drohte ihm zum dritten Male ein Aufenthalt in der Bastille (Gefängnis). Er emigrierte nach London, wo er nahezu die Hälfte seines Lebens im englischen Exil verbrachte. Er wurde gerne gesehener Gast am Hofe König Charles II. (1630-1685). So ab dem Jahre 1661 führte er Weißwein aus der Champagne in Fässern ein. Durch das warme Frühlingswetter bedingt, wurde häufig schon in den Fässern eine zweite Gärung eingeleitet. Die dadurch lebhaft schäumenden Weine wurden nach Ankunft in Flaschen umgefüllt und in der Folge in kurzer Zeit zu einem beliebten Getränk in adeligen Kreisen. Dem Marquis wird auch nachgesagt, dass er die Form des Coupe-Glases für den Champagner entworfen hat (siehe zu diesem Thema auch unter Marie-Antoinette).

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