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saurer Wein

Negative Beschreibung für den Geschmack eines Weines im Rahmen einer Weinansprache. Er zeichnet sich durch zu prägnante und bereits als unangenehm empfundene Säure aus. Für einen sauren Wein gibt es lokal unterschiedlich viele phantasievolle Bezeichnungen wie Blämbel (Plämbel), Darmreißer, Hacklschleifer, Heckenklescher, Krätzer, Kutscher, Lentschemacher, Mops, Rabiatperle, Rachaputzer, Reifbeißer, Sauerampfer, Schüttwein, Semsakrebsler (Simsekrebsler), Sur-Igel und Türkenwein. Es gibt aber auch viele die Säure beschreibende Begriffe, die durchaus positiv bzw. bei Weißwein sogar erwünscht sind (siehe dazu unter sauer). Im Gegensatz dazu steht ein fehlerhafter bzw. verdorbener Wein (siehe unter Essigstich).

Über sauren Wein und dessen Auswirkungen kursieren viele Bonmots und oft drastisch übertreibende Geschichten. Eine davon ist der sogenannte Reifbeißer aus dem mittelalterlichen Wien (Österreich) aus einem besonders schlechten Jahrgang. Ein weiterer nicht ganz ernst zu nehmender Gag stammt aus Bayern, wo bis zum 17. Jahrhundert viel Wein angebaut wurde, der aber auf Grund nicht optimaler Gegebenheiten oft recht sauer ausfiel. Angeblich soll man dort in einigen Gemeinden um Mitternacht die Glocken geläutet haben. Der Zweck war, dass die Leute aufwachen und sich umdrehen sollten, damit ihnen der saure Wein nicht die Magenwand durchfrisst.

Weltweit größte Weinwissens-Datenbank, gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer.

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