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Schimmelpilze

Allgemeine Bezeichnung für einen rasenförmigen Pilzüberzug (Myzelien = verzweigte Zellfäden) auf organischen Stoffen in verschiedenen Farben (weiß, grün, grünblau, rosa, grau, schwarz). Dieser bildet sich besonders häufig auf zuckerhältigen Stoffen wie Brot, Käse und Früchten wie zum Beispiel auch auf Weintrauben. Die Entstehung wird durch feuchtwarme Witterung bzw. hohe Luftfeuchtigkeit gefördert. Auch einzelne Beeren können negative Auswirkungen auf den Wein haben und werden ggf. auf dem Table de tri (Sortiertisch) entfernt.

Weintraube mit Schimmelpilz

Die häufigsten Schimmelpilzarten im Weingarten zählen zu den Gattungen Aspergillus, Botrytis, Cladosporium, Penicillium und Trichothecium. Durch diese werden verschiedene Arten von Traubenfäule verursacht. Auch bei mangelnder Hygiene im Keller an Stellen mit Most- oder Weinresten treten oft Schimmelpilze auf. Sie können den Schimmelgeschmack verursachen und sind auch beim Korkschmecker maßgeblich beteiligt. Auf den Beeren können durch Stoffwechsel Mykotoxine wie zum Beispiel Ochratoxin A, Patulin und Trichothecene gebildet werden. Zu den wenigen erwünschten Arten zählen Botrytis cinerea (Edelfäule) bei edelsüßen Weinen sowie der Kellerschimmel. Siehe auch unter Pilze und Mikroorganismen, sowie auch unter Weinfehler.

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