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Tintilia del Molise (Rebsorte)

Die rote Rebsorte (auch Tintilia) stammt wahrscheinlich aus Spanien. Sie darf trotz scheinbar darauf hinweisender Synonyme bzw. morphologischer Ähnlichkeiten nicht mit der Sorte Mazuelo (mit Synonym Tintilia), der in Kampanien und Sardinien angebauten Tintilia oder der spanischen Tintilia de Rota verwechselt werden. Die mittel bis spät reifende Rebe ist anfällig für verschiedene Pilzkrankheiten wie Echter und Falscher Mehltau sowie Botrytis, jedoch äußerst widerstandsfähig gegen Dürre und Chlorose. Sie erbringt körperreiche Rotweine mit sanften Tanninen, sowie vielfältigen Aromen nach Brombeeren, Kirschen und Pflaumen.

Tintilia del Molise - Weintraube und Blatt

Die Sorte wurde angeblich Mitte des 18. Jahrhunderts aus Spanien in die italienische Region Molise eingeführt. Gemäß 2006 erfolgten DNA-Analysen ist sie nahe verwandt mit der Sorte Parraleta, was die spanische Herkunft zu bestätigen scheint. Die nahezu ausgestorbene Sorte wurde wiederbelebt, woran das Weingut Cipressi in San Felice Del Molise in der Provinz Campobasso (Molise) maßgeblichen Anteil hatte. Sie ist in den DOC-Bereichen Pentro di Isernia und Tintilia del Molise zugelassen. Kleine Mengen gibt es auch in der Provinz Chieti (Abruzzen). Im Jahre 2010 wurden in Italien insgesamt 111 Hektar Rebfläche erfasst (Kym Anderson).

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