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Toasting

Das Verfahren wurde angeblich zufällig in Frankreich „erfunden“. Weinproduzenten in Meeresnähe verwendeten (auch) Heringsfässer von Fischern und versuchten den unerwünschten Fisch-Geruch im Holz durch Bürsten oder Aushobeln zu beseitigen. Als dies zu keinem befriedigenden Ergebnis führte, wurden die Fässer innen ausgebrannt. Heute versteht man darunter die Anröstung bzw. den Fasseinbrand der inneren Fasswandung bei Barrique-Fässern. In der Regel werden die zwei Fassböden zumeist nicht getoastet, da dies sehr aufwändig ist. Dies ist jedoch auch abhängig des Barrique-Herstellers bzw. vom Wunsch des Kunden (Winzers). Die Anröstung kann auf verschiedenste Art erfolgen, das ist zum Beispiel über offenem Eichenholzfeuer, mittels Gasbrenner oder seit neuestem auch mit Infrarothitze. Dabei wird eine Hitze bis 200 °Celsius erreicht, der Vorgang dauert je Anröstungsart und Anröstungsgrad 10 bis 30 Minuten. Dabei wird das Holz bis zu einer Tiefe von zwei Millimeter (leicht) bis vier Millimeter (stark) verändert. Nach dem Toasting wird das Barriquefass in seine endgültige Form gebracht. Um den Rauchgeschmack zu mildern, wird es mit Wasser gefüllt. Das nach einiger Zeit entleerte Wasser ist ganz gelb.

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