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Totensalamander

Bezeichnung (auch Trauersalamander) für die in Studentenverbindungen praktizierte feierliche Sonderform des Zutrinkens; siehe dort.

Bezeichnung (auch „Bescheidtun“) für die rituelle Form des Alkoholkonsums, wobei der Zutrinkende durch das Zutrinken einer verstorben oder lebenden Person oder einer Personengruppe durch die Widmung des Trunks eine Ehre angedeihen lassen will. Mit Zutrinken ist dabei auch das wechselseitige Begrüßen gemeint. Oft wird dabei eine kurze Rede gehalten oder zumindest ein passender Trinkspruch ausgesprochen. Das Zutrinken gilt neben der bereits im Alten Testament der Bibel beschriebenen Begrüßung mit Brot und Wein als einer der ältesten Trinkbräuche der Menschheit. Solange die anderen tranken, durfte ein Mann sich nicht zurückziehen, und sei es bis zur Grenze der Bewusstlosigkeit. Dadurch sollte sich ein Mann als stark erweisen. Das Nichterwidern des Zutrinkens wurde häufig als schwere Beleidigung aufgefasst. Die Folge konnten soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Ausgrenzung und auch physische Angriffe sein. Eine gewisse Rolle spielte dabei auch die Überzeugung, dass gemäß dem Spruch „In vino veritas“ sich unter Alkoholeinfluss der wahre Charakter eines Menschen zeige. Auf Grund dieser Umstände kam es sehr häufig zu Trinkexzessen mit Handgreiflichkeiten bis hin zu Totschlag.

Der Teufel Alkohol

Ab dem späten Mittelalter wurde deshalb vermehrt von kirchlicher Seite, aber auch durch die Humanisten gegen den...

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