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Traubenfäule

Häufig und weltweit auftretende Rebstockkrankheit im Weingarten, die zumeist durch verschiedene Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze hervorgerufen wird. Begünstigt wird Traubenfäule auch durch Nährstoffmangel des Rebstocks beim Wachstum wie zum Beispiel Stickstoff. Auch besonders kompakte Weintrauben mit eng zusammenstehenden Beeren sind potentiell gefährdet. Es gibt verschiedene Fäulnisarten wie Grünfäule, Rosafäule, Graufäule, Schwarzfäule und Weißfäule. Ein großflächig befallener Weingarten besitzt dann einen weithin wahrnehmbaren typisch schimmeligen und stickigen Geruch. Ein aus solch befallenen Weintrauben gewonnener Wein hat den Weinfehler Schimmelgeschmack.

Man unterscheidet in primären Befall gesunder Beeren durch die Schimmelpilze Aspergillus, Botrytis, Cladosporium, Penicillium und Trichothecium, sowie sekundären Befall durch Schadvögel, Insekten und Witterung (Hagel, Regen, Blitzschlag) oder durch primären Befall beschädigte Beeren. Auf den beschädigten Beeren kann auch noch zusätzlich die Essigfäule auftreten. Traubenfäule ist besonders während der Weinlese gefürchtet. Einzig und allein erwünscht ist nur bei weißen Trauben gegebenenfalls die Edelfäule (Botrytis). Gegen die verschiedenen Pilze werden im Weingarten spezifische Fungizide eingesetzt. Durch gefaulte Trauben in den Wein gelangte Fehlaromen werden durch Aktivkohle bekämpft. Siehe auch andere Krankheiten unter Rebstock-Feinde.

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