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Venantius Fortunatus

Der in Valdobbiadene bei Treviso in Italien geborene christlich-lateinische Dichter und Priester Venantius Honorius Clementianus Fortunatus (530/540-610) gilt als letzte römische Dichter der Spätantike, aber auch als der erste Dichter des Mittelalters. Seine Werke stellen eine wichtige Quelle für die ausgehende Gallorömische Kultur an der Wende von der Spätantike zum Frühmittelalter dar. Unter anderem schrieb er das Versepos „De virtutibus Martini Turonensis“ auf den heiligen Martin von Tours (316-397), der heute als Weinheiliger verehrt wird. Um das Jahr 588 beschrieb bei einer Bootsfahrt auf der Mosel von Metz bis Andernach die Schönheit der Landschaft und pries auch den Wein ähnlich seinem Dichterkollegen Ausonius (310-395). Dabei erwähnte er auch den Weinberg Calmont, auf dem schon von den Römern Weinbau betrieben wurde. Er wurde Bischof der westfranzösischen Stadt Poitiers, wo er auch starb. Von seinen religiösen Gedichten sind bekannt die Passionshymnen „Vexilla regis prodeunt“ und „Pange lingua gloriosi proelium certaminis“ sowie das Marienlied „Quem terra pontus aethera“. Das Bild ist ein Ausschnitt von einem Miniaturporträt in einem Manuskript aus dem 11. Jahrhundert.

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