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Wairarapa

Weinbauregion in Neuseeland; siehe dort.

Der englische Seefahrer James Cook (1728-1779) nahm im Jahre 1769 das aus zwei Hauptinseln bestehende Land für England in Besitz. Vom anglikanischen Missionar Samuel Marsden wurden 1819 bei Kerikeri an der Nordostküste der Nordinsel die ersten Rebstöcke gepflanzt, die er aus Australien mitgebracht hatte. Als Charles Darwin (1809-1882) im Jahre 1835 vom Schiff Beagle eben an dieser Stelle an Land ging, erblickte er (wie er später schrieb) gesunde Rebstöcke. James Busby (1802-1871), der schon den australischen Weinbau begründet hatte, legte nicht weit entfernt davon bei Waitangi einen Weingarten an. Er erzeugte erste nennenswerte Weinmengen und gilt als erster Produzent. Das Weinbaugebiet um Auckland wurde von Einwanderern aus Dalmatien geschaffen, auch heute noch sind kroatische Familien fester Bestandteil des neuseeländischen Weinbaus. Solche waren auch die Gründer der heute zu den größten neuseeländischen Weingütern zählenden Montana und Nobilo.

Der italienische Önologe Romeo Bragato (1858-1914) stellte durch ausgedehnte Reisen die am besten für den Weinbau geeigneten Bereiche fest und wurde später zum staatlichen Weinbaudirektor ernannt. In dieser Funktion gründete er ein Forschungs-Institut. Im Jahre 1876 wurde der echte Mehltau und im Jahre 1895 die Reblaus eingeschleppt. Besondere Verdienste im Kampf gegen das Insekt erwarb sich Romeo Bragato. Als Maßnahme wurden vor allem reblausresistente Hybriden angepflanzt, noch im Jahre 1960 war die häufigste Rebsorte die rote Isabella (hier Albany Surprise genannt). Von Ende des 19. Jahrhunderts bis 1919 gab es eine durch Volksabstimmung beschlossene Prohibition (Alkoholverbot), den Umschwung für die Abschaffung brachten heimkehrende Soldaten. Bis in die 1970er-Jahre war jedoch der Weinkonsum in der Öffentlichkeit unter anderem in Verkehrsfahrzeugen (Zügen, Autobussen etc.), Theatern und Flughäfen verboten.

Bis 1960 gab es skurrile Gesetze, so durften nur Hotels Wein verkaufen und eine einzelne Person konnte maximal zwölf Flaschen erwerben. Es war üblich, Wein mit Wasser zu verdünnen, was erst im Jahre 1980 verboten wurde. Doch seitdem hat der neuseeländische Weinbau quantitativ, vor allem aber qualitativ sehr großen Aufschwung genommen. Das Weinrecht lehnt sich an das australische an. Bei Rebsortenangabe auf dem Etikett müssen zumindest 75% dieser Sorte enthalten sein. Die Vorgaben für die Weinbereitung sind sehr liberal. Erlaubt sind Anreichern, Entsäuerung und Säuerung. Der Kellermeister genießt ein höheres Ansehen als der für den Weinberg zuständige. Es gibt keine Ertrags-Beschränkungen und...

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