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Weingartenhüter

Dieser zeitlich begrenzte Weinbauberuf bzw. Funktion war früher in ganz Europa verbreitet, ist jedoch heute fast ausgestorben (der Autor hat solche Weingartenhüter im Niederösterreich der 1950er-Jahre aber noch selbst erlebt; siehe Bild unten). Je Region und Land gab es verschiedenste Bezeichnungen wie Bannert, Beerhüter, Flurhüter, Hirter (in Österreich mundartlich „Hiata“), Hüter, Jahrhüter, Saltner (Südtirol), Schütz oder Wengertschütz, Weinbergshüter und Wingerthüter. Die Hüter hatten in der „Hutzeit“ die Aufgabe, ab der Zeit der Weintraubenreife - das heisst vor Beginn der Weinlese - die Weingärten zu bewachen und vor Diebstahl zu schützen.

Weingartenhüter in Tracht aus Meran (Südtirol) und Hirterhütte in Mühlbach am Manhartsberg NÖ

Zusätzlich mussten sie die Weingärten vor Schadvögeln (zum Teil noch heute praktiziert) und Wildschäden bewahren. Diese Hüter hatten zum Teil auch Polizeigewalt gegenüber menschlichen Traubendieben. Sie wurden von den örtlichen Stellen bestellt und entlohnt. Die Tätigkeit war befristet und endete mit Abschluss der Weinlese - das war in einigen Weinbaugebieten der 16. Oktober (Gedenktag des Heiligen Gallus). Dies wird nach einer alten Bauernregel wie folgt kundgetan: Auf Sankt Galles, soll daheim sein alles.

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