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Winzer

Die deutsche Bezeichnung Winzer ist vom lateinischen „Vinitor“ (von Vinum = Wein) abgeleitet und bedeutet sinngemäß „Weinleser“ (Weintraubenleser). Das lässt vermuten, dass früher damit nur die Tätigkeit des Traubenanbaus zu verstehen war. Heute ist dies im deutschsprachigen Raum keine eindeutige Berufsbezeichnung, sondern eher eine allgemeine, umgangssprachliche Sammelbezeichnung für die Gruppe der Weinbaubetreibenden, unabhängig des Umfanges der Tätigkeit, vom reinen Traubenlieferanten bis hin zum Weinerzeuger (Kellermeister). In der Regel wird jedoch nur ein Weinerzeugungsbetrieb als Weingut bezeichnet.

Hände mit Weintraube / Darstellung Winzer um 1425

Weitere Berufsbezeichnungen sind Hauer, Weinhauer und Weinbauer (Deutschland, Österreich, Schweiz), Hacker oder Häcker (Baden und Württemberg), Weingärtner oder Wengerter (Württemberg), Criador (Spanien), Vignaiolo (Italien, nur Traubenerzeuger), Coltivatore (Italien, Winzer und Weinerzeuger), Winegrower (englischsprachiger Raum) sowie Vigneron oder Viticulteur (Frankreich). In der österreichischen Steiermark gab es früher sehr wohl einen Unterschied zwischen Weinbauer und Winzer. Während der Weinbauer eigenen Besitz verwaltete, war der Winzer ein (inzwischen ausgestorbener) Berufstand. Das heißt, die Winzer arbeiteten im Auftrag des Eigentümers (Kirche, Private) und erhielten als Gegenleistung Geld oder einen Teilertrag der von ihnen bearbeiteten landwirtschaftlichen Grundstücke. Eine weitere Form war früher die Halbpacht oder Teilpacht (Métayage).

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