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Zuckergehalt

Zucker Der Gehalt an Zucker als maßgeblicher Bestandteil in den Weinbeeren wird mittels Mostgewicht in KMW (Österreich) oder Oechsle (Deutschland) dargestellt. In den zwei Ländern ist sozusagen der Zuckergehalt in den Beeren ein Kriterium für die Prädikatsweinstufen. Der Zucker im Traubenmost ist die Basis für die Vergärung, bei der eine Umwandlung in Alkohol und Kohlendioxid erfolgt. Ab einem bestimmten Alkoholgehalt sterben die Hefen ab und beenden die Gärung. Die obere Grenze des möglichen Alkoholgehaltes ist etwa 16 bis 18%, bei Verwendung von Turbohefen bei der Gärung bis etwa 20% vol. Die damit verbundene untere Grenze an Restzucker im Wein liegt in der Regel etwa bei 0,1 bis 0,2 g/l. Es gibt keinen Wein, der überhaupt keinen Zucker enthält.

Gemäß EU-Verordnung bzw. zum Teil der länderspezifisch unterschiedlichen weingesetzlichen Regelungen ist die Angabe der Bezeichnung für einen bestimmten Gehalt an Restzucker im Wein am Etikett fakultativ möglich. Österreich hat aber vom Recht, das als verpflichtende Angabe festzulegen, Gebrauch gemacht. Die Begriffe bzw. Mengen für Stillweine in Deutschland und Österreich sind, wobei die weingesetzlich relevanten erst ab der Zeile „trocken“ beginnen (im Detail ist das unter den folgenden Geschmacksrichtungs-Stichwörtern erläutert). Es gilt eine Toleranzgrenze, weil es je nach Labor und Messmethode Unsicherheiten geben kann. Laut EU-Verordnung darf der Zuckergehalt nicht um mehr als 1 g/l von der Angabe am Etikett abweichen:

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